VoIP spart Firmen imense Kosten
Firmen mit mehreren Standorten können bei Telefonaten über das Internet immense Kosten sparen. Auch die lokale Infrastruktur lässt sich besser ausnutzen. Wer beispielsweise das Linux-Programm Asterisk als Vermittlungsstelle zwischen VoIP und ISDN einsetzt, spart sich die ISDN-Verkabelung. Ausgehende Anrufe werden von Asterisk an einen VoIP-Provider oder in das Festnetz geleitet. Rein IP-basierte Gespräche werden zum Nulltarif über das lokale Netzwerk geführt.
Der Administrator muss sich dann nur noch um die Ethernet-Verkabelung
kümmern und kann ISDN Schritt für Schritt einstampfen. Asterisk eignet
sich zwar auch für große Unternehmen, hauptsächlich setzen jedoch
kleine Firmen auf die Open-Source-Vermittlungsanlage. Sie besitzen
häufig genug brach liegende Bandbreite im Netzwerk, um Sprache über das
Internet Protokoll zu transportieren. Ein Gespräch belegt rund 80
KBit/s in jeder Richtung. Bei der Einführung der neuen Technik sollten
zuerst nur wenige ausgewählte Nutzer mit VoIP telefonieren und dabei
das ISDN-Telefon behalten. Sobald die Konfiguration dann reibungslos
funktioniert, lassen sich alle anderen Mitarbeiter ebenfalls mit
VoIP-Zugang versorgen.
Quelle: Linux Professionell Heft 03/2005